Das Wichtigste in Kürze
- Lavendel, Minze und Eukalyptus gehören zu den wirksamsten Pflanzen gegen Spinnen im Haus. Ihre ätherischen Öle wirken auf Spinnen abschreckend.
- Pflanzen allein reichen oft nicht aus. In Kombination mit weiteren Hausmitteln erzielst du die besten Ergebnisse.
- Stelle die Pflanzen gezielt an Fensterbänke, Türschwellen und Kellerabgänge, also überall dort, wo Spinnen ins Haus gelangen.
- Nicht jede Pflanze hält, was das Internet verspricht. Wir zeigen dir, welche 7 Pflanzen tatsächlich helfen und was du realistisch erwarten kannst.
Warum bestimmte Pflanzen Spinnen fernhalten
Spinnen orientieren sich stark über ihren Geruchssinn. Genauer gesagt nehmen sie Duftstoffe über spezielle Sinneshaare an ihren Beinen auf. Genau hier setzen Pflanzen gegen Spinnen an, denn bestimmte ätherische Öle irritieren diese Sinnesorgane und sorgen dafür, dass die achtbeinigen Mitbewohner einen großen Bogen um dein Zuhause machen.
Wichtig dabei: Keine Pflanze ist ein magischer Spinnen-Blocker. Was sie tun können, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich zu senken, dass sich Spinnen in deiner Nähe wohlfühlen. In Kombination mit ein paar einfachen Maßnahmen funktioniert das erstaunlich gut.
Die 7 besten Pflanzen gegen Spinnen im Haus
1. Lavendel
Lavendel gegen Spinnen ist wahrscheinlich der bekannteste Tipp, und das zu Recht. Die Pflanze enthält Linalool und Linalylacetat, zwei Stoffe, die Spinnen nachweislich meiden. Gleichzeitig duftet Lavendel für uns angenehm und beruhigend.
Am besten stellst du einen Topf Lavendel direkt auf die Fensterbank. Dort wirkt er wie eine natürliche Barriere. Im Sommer kannst du ihn auch vor die geöffneten Fenster stellen. Getrocknete Lavendelsäckchen im Kleiderschrank halten Spinnen übrigens ebenfalls fern.
2. Pfefferminze
Minze gegen Spinnen funktioniert dank des hohen Mentholgehalts. Für uns erfrischend, für Spinnen unerträglich. Die Pfefferminze ist dabei besonders wirksam, weil sie einen intensiveren Duft verströmt als andere Minzsorten.
Ein Tipp aus der Praxis: Stelle die Minze in die Küche oder ins Badezimmer, also genau dorthin, wo es feucht ist und Spinnen sich gerne aufhalten. Bonus: Du kannst die Blätter gleich für Tee oder Cocktails verwenden.
3. Eukalyptus
Eukalyptus enthält Cineol, einen Stoff, der auf Spinnen stark abschreckend wirkt. Die Pflanze braucht allerdings einen hellen Standort und verträgt keine Staunässe. In Deutschland lässt sich Eukalyptus am besten als Zimmerpflanze halten, da er nicht winterhart ist.
Alternativ kannst du Eukalyptuszweige in eine Vase stellen. Die halten sich einige Wochen und verbreiten ihren Duft zuverlässig im Raum.
4. Zitronenmelisse
Die Zitronenmelisse verströmt einen frischen Zitrusduft, den Spinnen gar nicht mögen. Sie ist extrem pflegeleicht und wächst quasi von alleine, was sie perfekt für alle macht, die keinen grünen Daumen haben. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen fühlt sie sich auch an schattigen Plätzen wohl.
Stelle sie in den Flur oder ans Kellerfenster. Dort entfaltet sie ihre Wirkung genau an den Stellen, wo Spinnen besonders gerne ins Haus kommen.
5. Duftgeranie (Pelargonie)
Duftgeranien gibt es in verschiedenen Sorten mit unterschiedlichen Aromen. Besonders die Zitronenvariante hält Spinnen und gleichzeitig auch Mücken fern. Die Pflanzen sind robust, blühen hübsch und brauchen wenig Pflege.
Am Fenster aufgestellt wirken sie gleich doppelt, denn sie halten sowohl Spinnen als auch andere unerwünschte Insekten auf Abstand.
6. Basilikum
Basilikum ist nicht nur in der Küche nützlich. Die Pflanze enthält ätherische Öle wie Estragol und Linalool, die Spinnen effektiv vertreiben. Besonders das intensiv duftende Thai-Basilikum zeigt hier gute Ergebnisse.
Der Nachteil: Basilikum ist etwas empfindlich und braucht regelmäßig Wasser und Wärme. Dafür bekommst du eine Pflanze, die gleichzeitig deine Pasta aufwertet und Spinnen fernhält.
7. Rosmarin
Rosmarin rundet die Liste ab, weil er extrem robust ist und dabei intensiv duftet. Die enthaltenen Terpene sind für Spinnen unangenehm. Außerdem ist Rosmarin winterhart und kann sowohl drinnen als auch draußen stehen.
Gerade an Terrassentüren oder Balkonzugängen aufgestellt, verhindert Rosmarin, dass Spinnen von draußen ins Haus krabbeln. Und wenn du ihn gerade nicht als Spinnenschutz brauchst, passt er hervorragend zu Kartoffeln aus dem Ofen.
So platzierst du die Pflanzen richtig
Die beste Pflanze nützt wenig, wenn sie am falschen Ort steht. Spinnen gelangen fast immer über bestimmte Wege ins Haus, und genau dort solltest du deine grüne Verteidigungslinie aufbauen.
- Fensterbänke sind der wichtigste Standort. Die meisten Spinnen kommen über geöffnete oder undichte Fenster ins Haus.
- Türschwellen und Eingangsbereiche sind die zweitwichtigste Eintrittspforte, besonders Terrassentüren und Kellertüren.
- Badezimmer und Küche ziehen Spinnen wegen der Feuchtigkeit an. Minze und Zitronenmelisse eignen sich hier besonders gut.
- Kellerräume und Abstellkammern sind beliebte Spinnen-Verstecke. Hier hilft Lavendel in Form von getrockneten Sträußen.
Kombiniere am besten zwei bis drei verschiedene Pflanzen, denn unterschiedliche Duftstoffe ergänzen sich gegenseitig und decken ein breiteres Wirkspektrum ab.
Weitere Hausmittel, die Spinnen vertreiben
Pflanzen gegen Spinnen im Haus sind ein guter Anfang, aber in Kombination mit anderen Hausmitteln wird die Wirkung deutlich stärker. Hier sind die bewährtesten Methoden.
- Essigwasser-Spray: Mische Wasser und Essig im Verhältnis 1:1 und sprühe Fensterrahmen und Türschwellen ein. Der saure Geruch vertreibt Spinnen zuverlässig.
- Ätherische Öle: Pfefferminzöl oder Teebaumöl auf Wattepads tropfen und an Eingängen verteilen. Wirkt wie eine Duftbarriere.
- Kastanien: Frische Kastanien auf Fensterbänke legen. Sie enthalten Saponine, die Spinnen abschrecken sollen. Die Wirkung ist wissenschaftlich allerdings nicht eindeutig belegt.
- Regelmäßig lüften und saugen: Spinnennetze konsequent entfernen und Ecken regelmäßig absaugen. So fühlen sich Spinnen erst gar nicht heimisch.
Falls du neben Spinnen auch andere ungebetene Gäste in der Wohnung hast, helfen viele dieser Maßnahmen gleich doppelt.
Häufige Fehler beim Spinnen vertreiben
Einige Fehler sorgen dafür, dass selbst die besten Pflanzen gegen Spinnen kaum Wirkung zeigen. Vermeide diese Stolperfallen.
- Pflanzen an der falschen Stelle: Eine Minze auf dem Esstisch ist nett, aber nutzlos. Sie muss dorthin, wo Spinnen reinkommen.
- Zu wenige Pflanzen: Eine einzelne Pflanze reicht für ein ganzes Haus nicht aus. Pro Raum mindestens eine duftintensive Pflanze aufstellen.
- Pflanzen vernachlässigen: Kränkelnde Pflanzen produzieren kaum ätherische Öle und wirken deshalb nicht. Regelmäßig gießen und düngen ist Pflicht.
- Unrealistische Erwartungen: Pflanzen reduzieren die Anzahl der Spinnen, aber eine hundertprozentige Garantie gibt es nicht. Wer null Spinnen will, braucht zusätzlich Fliegengitter.
- Chemische Mittel als erste Wahl: Spinnensprays töten auch nützliche Insekten und belasten die Raumluft. Natürliche Methoden ausprobieren lohnt sich immer zuerst.
Fazit
Pflanzen gegen Spinnen sind eine natürliche, wirksame und dazu noch schöne Methode, um die achtbeinigen Mitbewohner fernzuhalten. Lavendel, Minze und Eukalyptus gehören dabei zu den effektivsten Optionen. Entscheidend ist, dass du die Pflanzen gezielt an den Eintrittspunkten aufstellst und sie gut pflegst.
Eine Kombination aus mehreren Pflanzen plus einfachen Hausmitteln wie Essigwasser bringt die besten Ergebnisse. Und selbst wenn sich doch mal eine Spinne verirrt: Sie ist harmlos und frisst nebenbei Mücken und Fliegen. Wer trotzdem lieber auf Abstand geht, ist mit den sieben Pflanzen aus diesem Artikel bestens ausgestattet.
FAQ
Welche Pflanze hilft am besten gegen Spinnen?
Lavendel gilt als die wirksamste Pflanze gegen Spinnen, weil er besonders viele ätherische Öle enthält und gleichzeitig pflegeleicht ist. In Kombination mit Pfefferminze erzielst du die beste Wirkung.
Hilft Lavendel wirklich gegen Spinnen?
Ja, Lavendel gegen Spinnen funktioniert tatsächlich. Die enthaltenen Stoffe Linalool und Linalylacetat reizen die Sinnesorgane der Spinnen. Am effektivsten wirkt frischer Lavendel auf der Fensterbank, aber auch getrocknete Lavendelsäckchen zeigen Wirkung.
Kann ich Spinnen nur mit Pflanzen komplett fernhalten?
Pflanzen allein werden nicht alle Spinnen zu 100 Prozent fernhalten. Sie reduzieren die Anzahl aber deutlich. Für maximalen Schutz kombiniere Pflanzen mit Essigwasser-Sprays, ätherischen Ölen und Fliegengittern an den Fenstern.
Wo stelle ich die Pflanzen gegen Spinnen am besten auf?
Direkt an den Stellen, wo Spinnen ins Haus gelangen, also auf Fensterbänken, neben Türschwellen und in Kellereingängen. Auch feuchte Räume wie Bad und Küche sind sinnvolle Standorte.
Sind Pflanzen gegen Spinnen auch für Haustiere sicher?
Die meisten der genannten Pflanzen sind für Hunde und Katzen unbedenklich. Vorsicht ist bei Eukalyptus geboten, denn der kann für Katzen giftig sein. Wenn du Katzen hast, setze lieber auf Lavendel, Minze und Zitronenmelisse.
