Zimmerpflanzen sind nicht nur dekorative Gegenstände, sondern empfindliche Lebewesen, die auf Erschütterungen, Temperaturschwankungen und Lichtmangel reagieren. Bei einem Umzugsservice München sollte ihr Transport deshalb frühzeitig geplant werden. Besonders große Pflanzen, zerbrechliche Töpfe und empfindliche Arten benötigen eine sorgfältige Vorbereitung. Mit der richtigen Verpackung, einem geeigneten Transportmittel und etwas Aufmerksamkeit kommen Blumen und Pflanzen unbeschädigt in der neuen Wohnung an.
Pflanzen vor dem Umzug kontrollieren
Etwa ein bis zwei Wochen vor dem Umzug sollten alle Pflanzen gründlich untersucht werden. Kranke oder von Schädlingen befallene Exemplare dürfen nicht direkt neben gesunden Pflanzen transportiert werden. Blattläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge könnten sich während der Fahrt schnell ausbreiten. Befallene Pflanzen sollten daher rechtzeitig behandelt und vorübergehend getrennt aufgestellt werden.
Vertrocknete Blätter, abgestorbene Zweige und welke Blüten können vorsichtig entfernt werden. Ein starker Rückschnitt unmittelbar vor dem Umzug ist jedoch nicht empfehlenswert, weil er die Pflanze zusätzlich belastet. Auch das Umtopfen sollte einige Wochen vor oder erst nach dem Wohnungswechsel erfolgen.
Richtig gießen und Erde sichern
Pflanzen benötigen vor dem Transport ausreichend Wasser, dürfen aber nicht zu nass sein. Im Sommer empfiehlt es sich, sie ein bis zwei Tage vor dem Umzug mäßig zu gießen. Im Winter kann ein größerer zeitlicher Abstand sinnvoll sein. Durchnässte Erde macht den Topf schwerer und kann während des Transports auslaufen. Außerdem reagieren einige Wurzeln empfindlich auf kalte, feuchte Erde.
Damit keine Blumenerde aus dem Topf fällt, lässt sich die Oberfläche mit Papier, Pappe oder einer zugeschnittenen Abdeckung schützen. Das Material wird vorsichtig um den Stamm gelegt und am Topfrand befestigt. Bei kleinen Töpfen kann zusätzlich eine Plastiktüte um den unteren Bereich gezogen werden. Die Blätter müssen dabei frei bleiben, damit sich keine Feuchtigkeit staut.
Zerbrechliche Blumentöpfe schützen
Töpfe aus Keramik, Terrakotta oder Glas können bereits bei einem leichten Stoß zerbrechen. Sie sollten deshalb mit Luftpolsterfolie, Packpapier oder weichen Tüchern umwickelt werden. Besonders wichtig ist der Schutz von Boden, Rand und hervorstehenden Dekorationen.
Kleine und mittelgroße Pflanzen lassen sich gemeinsam in stabilen Umzugskartons transportieren. Die Zwischenräume werden mit zerknülltem Papier, Handtüchern oder anderen weichen Materialien ausgefüllt. Dadurch können die Töpfe nicht verrutschen oder gegeneinanderschlagen. Die Kartons bleiben oben geöffnet, damit die Pflanzen ausreichend Luft bekommen und nicht gequetscht werden.
Auf jedem Karton sollte gut sichtbar „Pflanzen“, „Oben“ und „Nicht stapeln“ stehen. So wissen alle Helfer, dass der Inhalt besonders vorsichtig behandelt werden muss.
Blätter und Zweige vorsichtig zusammenbinden
Große Pflanzen mit ausladenden Blättern benötigen zusätzlichen Schutz. Ihre Zweige können locker mit weichem Band zusammengebunden werden. Die Pflanze sollte dabei von unten nach oben umwickelt werden, damit Blätter und Äste in ihrer natürlichen Wuchsrichtung bleiben.
Für einen kurzen Transport eignen sich atmungsaktive Materialien wie Gartenvlies, Packpapier oder dünne Stofftücher. Folie sollte nur begrenzt verwendet werden, da sich darunter schnell Wärme und Feuchtigkeit sammeln. Empfindliche Blätter könnten dadurch Flecken bekommen oder faulen.
Sehr hohe Pflanzen lassen sich manchmal nicht aufrecht durch Türen oder Treppenhäuser tragen. In diesem Fall sollten die Transportwege vorher ausgemessen werden. Ein kurzfristiges vorsichtiges Neigen ist meistens möglich, längeres Liegen kann jedoch Äste, Stamm und Wurzeln belasten.
Temperaturen und Zugluft beachten
Kälte gehört zu den größten Gefahren beim Pflanzentransport. Tropische Zimmerpflanzen können bereits nach wenigen Minuten bei niedrigen Temperaturen Schäden erleiden. Im Winter sollten sie deshalb erst unmittelbar vor der Abfahrt ins Fahrzeug gebracht und am Ziel als Erstes ausgeladen werden.
Das Transportfahrzeug muss möglichst frostfrei sein. Pflanzen dürfen weder direkt an kalten Metallwänden noch in der Nähe einer starken Heizung stehen. Im Sommer besteht dagegen die Gefahr einer Überhitzung. Ein geschlossenes Fahrzeug kann sich in der Sonne innerhalb kurzer Zeit stark erwärmen. Lange Pausen und direkte Sonneneinstrahlung sind daher zu vermeiden.
Pflanzen im Fahrzeug richtig platzieren
Blumen und Pflanzen sollten möglichst aufrecht stehen und zuverlässig gegen Umkippen gesichert werden. Schwere Kübel gehören auf den Fahrzeugboden. Kartons, Möbel oder andere Gegenstände dürfen nicht auf Pflanzen gestellt werden. Auch eine Position zwischen schweren Möbelstücken ist gefährlich, weil diese bei einer Bremsung verrutschen können.
Besonders wertvolle oder empfindliche Exemplare lassen sich bei einem kurzen Umzug im eigenen Auto transportieren. Dort können Temperatur, Belüftung und Fahrweise besser kontrolliert werden.
Pflege am neuen Standort
Nach der Ankunft werden die Pflanzen ausgepackt und auf mögliche Schäden kontrolliert. Sie sollten zunächst an einem geschützten Platz ohne Zugluft und intensive Mittagssonne stehen. Es ist normal, wenn einzelne Pflanzen nach dem Umzug Blätter verlieren oder vorübergehend langsamer wachsen.
Der endgültige Standort sollte ähnliche Lichtverhältnisse wie in der alten Wohnung bieten. Mit Dünger oder Umtopfen wartet man am besten einige Wochen. Wer seine Pflanzen sorgfältig vorbereitet, sicher verpackt und vor extremen Temperaturen schützt, erleichtert ihnen die Eingewöhnung und kann sich auch im neuen Zuhause lange an gesunden Blumen erfreuen.
