
Der Hausbau beginnt mit der Finanzierung und endet mit der Schlüsselübergabe. Die Wahl eines seriösen Baupartners ist entscheidend, um den Bau nach allen Anforderungen fertigzustellen. Der Bebauungsplan gibt hierbei vor, wie das Haus am Ende aussehen darf, sei es im Dach, in der Fassade oder in der Anzahl der Geschosse. Auch holen viele Bauherren ein Bodengutachten ein, um die Erdarbeiten nicht zu verteuern. Diese stellen den Beginn dar, um ein Grundstück vorzubereiten und die Gräben und Schächte für die Anschlüsse zu legen.
Der erste Spatenstich
Der erste Spatenstich leitet den Beginn der Erdarbeiten ein, wenn alle bürokratischen Hürden genommen sind. Die Baustelle wird gesichert, die Maschinen und Bagger für die Erdbewegung werden auf das Grundstück gebracht. Dann gilt es, die Baustelle abzusperren und die Versorgung zu sichern. Es werden die Rohre und Anschlüsse für Bauwasser und Baustrom gelegt. Danach erfolgen die Vermessung und das Abstecken des Hausumrisses.
Sicherheitshinweis: Aushub- und Grabenarbeiten mit Mietgeräten bergen Verschüttungsgefahr. Ungesicherte Baugruben und Gräben mit senkrechten Wänden sind laut DGUV nur bis 1,25 m Tiefe ohne Verbau oder Böschung zulässig, darüber hinaus gelten die Böschungswinkel- und Verbauvorgaben der DIN 4124. Vor dem ersten Spatenstich sollten zudem die Leitungspläne für Strom-, Gas- und Wasseranschlüsse eingeholt werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Größere oder tiefere Erdarbeiten gehören daher in die Hände eines Fachbetriebs oder eines geschulten Baggerführers.
Wichtige Erdarbeiten beim Hausbau
Den Anfang bildet das Abtragen des Mutterbodens. Kein Grundstück ist von Anfang an eben. Zumeist sind Bereiche grasbewachsen oder weisen verschiedene Höhen auf. Daher ist es wichtig, die obere Erdschicht abzutragen. Diese kann, wenn sie fruchtbar ist, für eine spätere Gartennutzung seitlich gelagert werden.
Nun folgt die Vorbereitung für das Fundament. Der Bagger hebt die Baugrube aus, entweder tief, um das Haus zu unterkellern, oder flach, für die reine Bodenplatte. Der Untergrund wird verfestigt und verdichtet, zumeist mit Schotter. Dieser erschwert das Aufsteigen von Feuchtigkeit, ersetzt aber keine Abdichtung. Sind die Grundleitungen verlegt, darunter für Abwasser und alle Hausanschlüsse, erfolgt die Sauberkeitsschicht aus Magerbeton oder Spezialfolie. Für das Fundament wird eine Schalung gestellt, die dem Beton seine Form gibt. Stahlmatten werden als Bewehrung in den Beton eingelegt.
Massivbau oder Fertighaus
Ist das Fundament gelegt, wächst der Neubau schnell in die Höhe. Zunächst entsteht der Rohbau, dann erfolgt der Innenausbau. Die Rohbauphase teilt sich in das Hochziehen der Außen- und Innenwände, in das Gießen der Geschossdecken und in die Einrichtung des Dachstuhls. Das ist beim Massivbau üblich. Bei Fertighäusern steht die Gebäudehülle dagegen oft schon nach wenigen Tagen.
Die Wand- und Deckenelemente werden angeliefert und mit einem Schwerlastkran aufgestellt und montiert. Dann folgt die Gestaltung mit Zwischendecken und das Aufsetzen des vorgefertigten Dachstuhls. Beim Massivbau ist der Zeitrahmen deutlich länger angesetzt. Nach dem Rohbau werden die Fenster und Türen eingebaut, die Fassaden gedämmt, der Außenputz angebracht.
Besonders zeitintensiv ist jedoch der Innenbau, mit der Rohrinstallation, dem Estrich und dem Innenputz. Schlüsselfertig sind beide Varianten, wenn Elektro, Sanitär und die Innengestaltung abgeschlossen sind. Beim Fertigbau ist der Innenausbau deutlich schneller zu koordinieren als beim Massivhaus.
Quellen & weiterführende Informationen
Zuletzt geprüft: 09/2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
