
Wenn Fenster nachträglich mit Fliegengittern ausgestattet werden, gibt es vieles zu bedenken. Wenn ausschließlich die reinen Maße des Fensters berücksichtigt werden, kann es später zum Beispiel passieren, dass der Rollladen herunterfährt und am neuen Fliegengitter hängen bleibt. Da solche Probleme äußerst ärgerlich sind und sich im Nachhinein nur mit einem gewissen Aufwand beheben lassen, sollte vor der Bestellung die gesamte Einbausituation sorgfältig durchdacht werden.
Welches System passt zur Nutzung?
Bei einem Fenster, das du nur gelegentlich zum Lüften öffnest, sehen die Anforderungen anders aus als bei einem Ausgang zur Terrasse. Im Handel sind unterschiedliche Fliegengitter-Systeme erhältlich die je nach Einsatzbereich und Nutzung unterschiedlich sinnvoll sein können.
Für das nach innen zu öffnende Fenster kann beispielsweise ein Fliegengitter zum Klemmen sinnvoll sein, das während des Lüftens im Rahmen bleibt. An der Balkontür wäre es dagegen umständlich, für jeden Durchgang einen Rahmen herausnehmen zu müssen. Dort kommen eine Drehtür oder ein seitlich zu öffnendes System infrage. Auf www.no-squitos.de sind verschiedene Fliegengitter-Systeme für unterschiedliche Einbausituationen zu finden. Schau dir bei Bedarf die unterschiedlichen Möglichkeiten an und bedenke, dass für die Auswahl auch der Platz ringsum zählt. So benötigt zum Beispiel eine Drehtür freien Schwenkraum, während du bei einem Schiebesystem prüfen musst, wo sich das Netz und die Profile im geöffneten Zustand befinden und wieviel Durchgang dann noch bleibt.
Erst verbindlich ausmessen, wenn das Modell feststeht
Für Fliegengitter nach Maß sind die Messpunkte des jeweiligen Systems entscheidend. Die freie Fensteröffnung ist nicht zwangsläufig auch das spätere Bestellmaß, weshalb du dich nach der zugehörigen Aufmaßanleitung richten und keine Zugaben oder Abzüge von einem anderen Modell auf das von dir gewählte übertragen solltest.
An der Balkontür gehört auch der Bodenanschluss dazu und es müssen zusätzliche Fragen geklärt werden:
- Wie hoch ist die vorhandene Bodenschwelle?
- Gibt es Unebenheiten oder Gefälle im Bodenbereich?
- Muss das Fliegengitter über eine Schiene geführt werden?
- Wie viel Platz steht seitlich beziehungsweise vor der Tür für das gewählte System zur Verfügung?
- Kann die Tür vollständig geöffnet werden, ohne mit dem Fliegengitter zu kollidieren?
- Befinden sich Rollladen, Türgriff oder andere Bauteile im Bewegungsbereich?
Es geht auch ohne Bohren
Viele Hausbesitzer möchten das Bohren im Bereich der Fenster vermeiden und wer zur Miete wohnt, sollte Veränderungen am Fensterrahmen ohnehin vorher mit dem Vermieter abklären. Daher wird in solchen Fällen eine Befestigungsart gewählt, für die kein Bohren erforderlich ist.
Es gibt beispielsweise die Option, den Rahmen der Fliegengitter mit Klemmhaltern am Fensterrahmen festzuklemmen und bei Bedarf wieder zu entfernen. Bei dieser Art der Befestigung muss bedacht werden, dass die Halter gut zur Form des Fensterrahmens passen müssen und viele Modelle nur für Fenster ohne Regenabtropfschiene geeignet sind.
Eine andere Befestigungsvariante sind Systeme zum Kleben. Diese benötigen eine geeignete und ausreichend breite Auflagefläche. Klebeband und Kleber müssen zum Untergrund passen und die Montageanleitung muss genau gelesen und eingehalten werden, damit das System verlässlich am vorgesehenen Platz bleibt. Eine bohrfreie Befestigung ist nicht für jede Rahmenform die passende Lösung, weshalb vor der endgültigen Entscheidung immer mehrere potenzielle Optionen geprüft werden sollten.
