Eine Kernsanierung verändert mehr als nur die Optik einer Wohnung. Wände werden entfernt, Leitungen neu verlegt, Böden aufgerissen, Decken geöffnet. Und wer im sanierten Gebäude wohnt oder während der Bauzeit als Bauherr die Arbeiten begleitet, steht schnell vor einer praktischen Frage: Wohin mit Möbeln, Kartons, Werkzeugen, solange hier mehrere Gewerke gleichzeitig arbeiten. Wer sich rechtzeitig mit diesem Thema beschäftigt, bewahrt seine Möbel vor Schäden, verhindert verstaubte Räume und vermeidet Verzögerungen im Bauablauf. Vor allem wenn größere Vorhaben mit mehreren Bauabschnitten anstehen, lohnt sich ein genaues Blick auf Zeitplan und Lagerbedarf, bevor die erste Wand fällt.
Warum Hausrat während der Bauarbeiten oft im Weg steht
Solange Rückbau und Entkernung laufen, sind Möbel und Kartons nicht nur unglücklich untergebracht, sie sind auch einem echten Risiko ausgesetzt. Eine externe Zwischenlagerung verlagert die Baustelle ins Freie, etwa zu Lagerlöwe Selfstorage, wo Möbel und Hausrat für die Bauzeit sicher stehen, auch wenn sich Zeitpläne ändern. Staub und aus neuen Putz- und Estricharbeiten austretende Feuchtigkeit, durch die Wohnung geschobenes Baumaterial schädigen ohne diese Maßnahme oft Einrichtung und Böden. Und seit 2023 gilt eine verschärfte Erkundungspflicht für Schadstoffe vor Abbruch- und Sanierungstätigkeiten, das führt zu mehr Untersuchungsterminen und damit zu längeren Wartezeiten.
Wie lange dauert eine Kernsanierung wirklich?
Je nach Größe des Hauses und Umfang der Maßnahmen zieht sich die Bauzeit einer Kernsanierung mehrere Monate bis zu einem Jahr hin, zeigen Übersicht zu Sanierungs-Timelines. Vor dem Baustart stehen üblicherweise zwei bis sechs Wochen Bestandsaufnahme und vier bis zwölf Wochen Planung, Statik und Genehmigungsverfahren, je nach Bundesland und Eingriffstiefe. Erst jetzt beginnt die Bauzeit: Rückbau, Rohbau, Haustechnik, Innenausbau, bei dem oft bis zu 22 Gewerke koordiniert werden müssen. Trockenzeiten für Estrich und Putz sind nicht verkürzt werden, auch Lieferzeiten für Fenster oder Haustechnik (bei Sondermaßen 4 bis 12 Wochen). Wer mit festen Zeitfenstern plant, kann sich realistisch auf einen Zeitraum von 3 Monaten bis zu einem Jahr einrichten, je nach Zustand der Bausubstanz und Auslastung der Handwerksbetriebe.
Worauf bei der Wahl eines Lagerraums während der Bauphase zu achten ist
Wo auch immer Sie sich während der Bauzeit einen Lagerraum suchen: Nicht jede Lagerfläche hat die gleichen Sicherheitsstandards. Der Verband deutscher Self Storage Unternehmen e.V. hat seit 2003 für die Branche in Deutschland bzw. Österreich Qualitätskriterien erarbeitet und vergibt das Gütesiegel nach DIN EN 15696 nur an Mitgliedsunternehmen. Kontrolliert werden beispielsweise Zugangskontrolle, Brandschutz, Schutz gegen Feuchtigkeit und Schädlinge. Bei der Auswahl sind insbesondere folgende Aspekte interessant: durchgehende Videoüberwachung, ein persönlicher Zugangscode statt offener Hallen, flexible Mindestmietdauer ab wenigen Wochen und Raumgrößen nach tatsächlichem Bedarf von der kleinen Box bis zur Fläche für einen kompletten Hausstand.
Zur Orientierung gilt in der Branche häufig die Faustregel, dass ein Quadratmeter Lagerfläche etwa zehn Quadratmeter Wohnfläche an Möbeln und Hausrat aufnimmt, was die Größenwahl bei Anmietung erleichtert.
Nach Verbandsangaben gibt es in Deutschland und Österreich mittlerweile über 1.500 Selfstorage-Anlagen, etwa 250 davon sind im Verband registriert, was die wachsende Bedeutung dieser Lagerform im Bauumfeld belegt.
Lagerlogistik rechtzeitig in die Bauplanung integrieren
Die Erfahrung aus der Baupraxis zeigt, dass sich Verzögerungen selten genau vorhersagen lassen. Wer den Bedarf an Zwischenlagerung erst kurz vor Baubeginn klärt, gerät schnell in Zeitnot. Sinnvoller ist es, sich die Frage nach externem Stauraum bereits in der Planungsphase zu stellen, parallel zur Beauftragung der Gewerke und zur Bestellung der Fenster oder Heiztechnik.
Wer den Mietvertrag für einen Lagerraum an die Bauzeit koppelt und auf verlängerbare Laufzeiten setzt, bleibt auch dann handlungsfähig, wenn sich einzelne Bauabschnitte verschieben. Eine kurze Bestandsaufnahme des Hausrats vor Baubeginn, gekoppelt mit einer realistischen Einschätzung der Sanierungsdauer, erleichtert die Wahl der passenden Lagergröße und verhindert hektische Aktionismus während der heißen Bauphase.
Bauherren, die ihr Projekt jetzt in die Planung nehmen, sollten den Lagerbedarf als festen Punkt in den Bauzeitenplan integrieren, mit eigenem Zeitfenster für Auszug und Wiedereinzug der Möbel. Ein Vergleich der Anbieter vor Ort, einschließlich Mietdauer, Zugangsregelung und Versicherungsschutz, schafft dafür eine solide Entscheidungsgrundlage.
